{"id":458,"date":"2015-07-20T21:55:13","date_gmt":"2015-07-20T19:55:13","guid":{"rendered":"http:\/\/nl.agora.co.at\/?page_id=458"},"modified":"2025-12-03T10:05:41","modified_gmt":"2025-12-03T09:05:41","slug":"glossar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/agora.co.at\/index.php\/glossar\/","title":{"rendered":"Glossar"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">A<\/h2>\n\n\n\n<p>Abschlag: Von einem sogenannten Kern, d.h. einem unbearbeiteten Stein (z.B. Flussger\u00f6ll, Flintknolle) oder einem bereits bearbeiteten (pr\u00e4parierten) Stein, abgeschlagenes St\u00fcck. Der Abschlag kann, eventuell nach weiterer Bearbeitung (Retusche) als Ger\u00e4t dienen (sog. Abschlagger\u00e4t), z.B. als Klinge. Abschl\u00e4ge entstehen aber auch als Nebenprodukt oder Abfall beim gezielten Zurechtschlagen eines Steines zu einem sog. Kernger\u00e4t, z.B. einem Faustkeil.<\/p>\n\n\n\n<p>Agora: Marktplatz und Versammlungsort griechischer St\u00e4dte sowie Zentrum \u00f6ffentlichen Lebens. Diese Institution hatte sich bei den R\u00f6mern im &#8222;Forum&#8220; fortgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Altsteinzeit (Pal\u00e4olithikum): \u00c4ltester und l\u00e4ngster Abschnitt der Menschheitsgeschichte, vom Auftreten des ersten Menschen in Afrika (nach bisherigem Forschungsstand vor ca. 2,5 Mill. Jahren) bis zum Ende der Eiszeit. Geologisch bezeichnet man diese Phase als Pleistoz\u00e4n. \u00dcblicherweise l\u00e4\u00dft man das Pal\u00e4olithikum mit dem Auftauchen der ersten Steinwerkzeuge beginnen. Daher gibt es von Kontinent zu Kontinent und von Land zu Land zeitliche Unterschiede. Die Menschen dieser Zeit waren noch nicht se\u00dfhafte J\u00e4ger und Sammler. Dauer in unserem Raum etwa 300.000-8.000 v.Chr. Die Altsteinzeit in Europa wird in drei unterschiedlich lange Abschnitte gegliedert: \u00e4ltere Altsteinzeit (Altpal\u00e4olithikum), mittlere Altsteinzeit (Mittelpal\u00e4olithikum) und j\u00fcngere Altsteinzeit (Jungpal\u00e4olithikum).<\/p>\n\n\n\n<p>Amphitheater: \u00fcber ovalem Grundri\u00df konstruierte Anlage. Die Arena diente vor allem zur Abhaltung von grausamen Tierhetzen und Gladiatorenk\u00e4mpfen. Getreu dem ber\u00fchmten Spruch &#8218;panem et circenses&#8216; galt es, durch ein ausgef\u00fclltes &#8222;Freizeitprogramm&#8220; die Volksmassen bei Laune zu halten. Als Pendant dazu vgl. &#8222;Theater, szenisches&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Anch-Symbol: \u00e4gypt. Zeichen f. &#8222;Leben&#8220; (Lebensschleife). In der Ikonographie wird dieses Symbol auch immer wieder als Attribut von G\u00f6ttern dargestellt, die es dem Pharao reichen (als synonym f\u00fcr &#8222;g\u00f6ttliches, ewiges Leben&#8220;). Als Symbol der unverg\u00e4nglichen Lebenskraft wurde das Anch-Zeichen h\u00e4ufig auf Tempelw\u00e4nden, Gedenksteinen und kultischen Gegenst\u00e4nden angebracht. Das aufgrund seiner kreuz\u00e4hnlichen Form auch Henkelkreuz genannte Zeichen fand sp\u00e4ter Eingang in die christlich-koptische Symbolik.<\/p>\n\n\n\n<p>Antoninian(us): M\u00fcnzw\u00e4hrung. Einf\u00fchrung durch Caracalla (215 n.Chr.). Doppeldenar, anfangs aus gutem Silber, jedoch wurde mit steigender Inflation ein immer gr\u00f6\u00dferer Kupferanteil beigemengt. Ende des dritten Jahrhunderts war der A. bereits fast nur mehr noch aus Kupfer &#8211; meist jedoch mit einer Silberauflage. Verdoppelung wurde nicht nur durch einen gr\u00f6\u00dferen Flan bzw. Schr\u00f6tling sondern auch durch Verwendung der Strahlenkrone beim Kaiserportr\u00e4t und einer Mondsichel unterhalb der B\u00fcste bei den Herrschergattinnen dargestellt. Im Unterschied dazu, wird der Kaiser beim Denar nur barh\u00e4uptig oder mit Lorbeerkranz dargestellt. Vgl. auch As und Dupondius &#8211; dort gilt das gleiche optische Unterscheidungskriterium.<\/p>\n\n\n\n<p>Anubis: schakalsk\u00f6pfiger Totengott. Sein Beiname &#8222;Herr des heiligen Landes&#8220; best\u00e4tigt ihn als H\u00fcter der Nekropole. Er ist h\u00e4ufig als liegender schwarzer Canide mit wachsam erhobenem Kopf dargestellt. Die zoologische Art, ob es sich dabei um einen Hund oder einen Schakal handelt ist nicht gesichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Apis: heiliger Stier. Unter den in \u00c4gypten verehrten Stieren war dieser der bedeutendste. Sein Kultort befand sich in Memphis. Nach seinem Tod geht Apis in den Gott Osiris ein &#8211; in gr\u00e4zisierter Form Serapis. Apis wurde danach selbst zum Totengott. Seit dem Neuen Reich ist die Sonnenscheibe sein Kopfschmuck.<\/p>\n\n\n\n<p>Apsis: halbkreisf\u00f6rmiger, von einer Halbkuppel \u00fcberw\u00f6lbter Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Argenteus: Silberm\u00fcnze, im Jahre 294 n.Chr. im Verlauf der M\u00fcnzreform von Diocletian eingef\u00fchrt. Sollte in Anlehnung an den Denar die &#8222;Gute alte Zeit&#8220; in Erinnerung rufen. Unter Constantin d. Gro\u00dfen wird der A. ca. 320 n.Chr. durch die Siliqua ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aryballos: griechisches Salb\u00f6lgef\u00e4\u00df, kugelf\u00f6rmig.<\/p>\n\n\n\n<p>As: W\u00e4hrungseinheit. Kupferpr\u00e4gung, entsprach 1\/4 Sesterz.<\/p>\n\n\n\n<p>Augustus: 63 v.Chr. als Gaius Octavius in Rom geboren. 44 v.Chr., nach der Ermordung seines Gro\u00dfonkels Julius Caesar benannte er sich um in Gaius Julius Caesar Octavianus (Octavian). Im Jahre 27 v.Chr. verlieh ihm der Senat den Ehrentitel Augustus &#8222;der Erhabene&#8220;. Nach B\u00fcrgerkrieg und dem Ende der Republik wurde Augustus der Begr\u00fcnder der R\u00f6mischen Kaiserzeit. Alle anderen Herrscher nach ihm \u00fcbernahmen automatisch den Titel &#8222;Augustus&#8220;. Er selbst regierte bis zu seinem Tod im Jahre 14 n.Chr. Historisch ist Augustus sehr unterschiedlich bewertet worden: Auf der einen Seite wurde sein skrupelloses Machtstreben kritisiert, andererseits wurde er f\u00fcr seine Qualit\u00e4t als Herrscher und seine Leistungen zur Stabilisierung des r\u00f6mischen Staates gelobt. Obwohl Augustus \u00e4u\u00dferst brutal gegen seine Gegner vorging, ist die Zeit seiner Herrschaft als Epoche des Friedens, der kulturellen Bl\u00fcte und des Wohlstands in die Geschichte eingegangen, da er nach einem langem B\u00fcrgerkrieg den Frieden im R\u00f6mischen Reich wieder herstellte. Da Augustus ein Anh\u00e4nger und F\u00f6rderer der Kunst war, lie\u00df er in Rom aufwendige Tempel und \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude errichten. Sueton schrieb in einer Retrospektive \u00fcber ihn: &#8222;Er hat ein Rom aus Ziegelsteinen vorgefunden und eines aus Marmor hinterlassen&#8220;.<br><br>Aurelius: siehe Marcus Aurelius<\/p>\n\n\n\n<p>Aureus: Goldpr\u00e4gung. Entsprach unter Augustus dem Wert von 25 Denaren. Gr\u00f6\u00dfe und Pr\u00e4gebild entsprechen optisch dem Denar &#8211; nur eben in Gold.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B<\/h2>\n\n\n\n<p>Bootaxt-Kultur: siehe Streitaxt-K.<\/p>\n\n\n\n<p>Bronzezeit: In Mitteleuropa ca. 2300-750 v.Chr., wird unterteilt in drei Hauptgruppen, die sich nach der Art der Bestattungen richten: Fr\u00fche Bronzezeit, ca. 2300-1600 v.Chr. (Hockergr\u00e4berkultur), Mittlere Bronzezeit, ca. 1600-1250 v.Chr. (H\u00fcgelgr\u00e4berkultur) Sp\u00e4te Bronzezeit, 1250-750 v.Chr. (Urnenfelderkultur).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">C<\/h2>\n\n\n\n<p>Campignien: \u00dcbergangszeit vom Mesolithikum zum Neolithikum in Frankreich, ca. 4000 v.Chr.<\/p>\n\n\n\n<p>Carnuntum: bedeutendste r\u00f6m. Siedlung in \u00d6. Sie liegt im Bereich der heutigen Gemeinden Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg (N\u00d6.) und erstreckte sich \u00fcber eine L\u00e4nge von 6 km und bis zu 2 km Breite. Carnuntum war Grenzbefestigung und Hauptstadt von Oberpannonien, Sitz der Legio XIV. Stadtrechtsverleihung durch Kaiser Hadrian (Municipium Aelium Carnuntum). Der Name Carnuntum wurde von einer vorr\u00f6m. Siedlung \u00fcbernommen. Mehrmalige Zerst\u00f6rung durch ins R\u00f6mische Reich einfallende Markomannen und Quaden. W\u00e4hrend der Zeit seiner Feldz\u00fcge hielt sich auch Marcus Aurelius f\u00fcr einige Jahre in C. auf. Das 3. Buch seiner autobiographischen &#8222;Selbstbetrachtungen&#8220; wurde hier geschrieben. Einige Jahre sp\u00e4ter, am 9. April 193 n.Chr. wurde in C. der Statthalter Septimius Severus von seinen Truppen zum Kaiser ausgerufen. Im Jahre 308 fand hier unter dem Vorsitz von Altkaiser Diocletianus die Kaiserkonferenz &#8211; mit der Absicht die Tetrarchie zu erneuern &#8211; statt. C. wird bei Velleius Paterculus, Plinius d. \u00c4., beim Astronomen Ptolemaios, in den &#8222;Selbstbetrachtungen&#8220; des Ks. Mark Aurel, in der Vita des Septimius Severus, bei Ammianus Marcellinus und in vielen anderen sp\u00e4tantiken Texten, in der Tabula Peutingeriana, im Itinerarium Antonini und in der Notitia Dignitatum erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Cavea (lat.): muschelf\u00f6rmiger Zuschauerraum im r\u00f6mischen Theater, bei den Griechen Koilon genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Cella (lat.): Standort des Kultbildes im fensterlosen Hauptraum des Tempels.<\/p>\n\n\n\n<p>Chiton (griech.): Bekleidungsst\u00fcck aus feinem Stoff, welches sowohl Ober- als auch Unterk\u00f6rper bedeckte. Von Frauen und M\u00e4nnern getragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Chnum: siehe Khnum.<\/p>\n\n\n\n<p>Commodus, Lucius Aelius Aurelius: R\u00f6m. Kaiser von 177-192 n. Chr., geboren 161 in Latium, gest. 192, Sohn des M. Aurelius, schlo\u00df mit den germanischen St\u00e4mmen Frieden. Markant ist, da\u00df C. gegen den Senat regierte und sich stark von G\u00fcnstlingen beeinflussen lie\u00df. Durch den immer offensichtlicher hervorbrechenden C\u00e4sarenwahn, sah C. sich selbst als Inkarnation des Herkules und trat bei Wettk\u00e4mpfen als Gladiator auf. Das Reich wurde in dieser Zeit mehr oder weniger von Pr\u00e4torianerpr\u00e4fekten regiert, die ihn in der Silvesternacht 192\/93 ermorden lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">D<\/h2>\n\n\n\n<p>Diocletianus, Caius Valerius: R\u00f6mischer Kaiser von 294-305 n.Chr., geboren 246 in Dalmatien, gest. 315 in Nicomedia. In seine Zeit fallen die schwersten Christenverfolgungen seit Commodus.<\/p>\n\n\n\n<p>Dupondius: r\u00f6m. W\u00e4hrungseinheit, Messing, entsprach 2 Asse (s. As)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">E<\/h2>\n\n\n\n<p>Eisenzeit: in Europa ab dem beginnenden 8. Jhdt. v.Chr.; wird unterteilt in \u00e4ltere (Hallstattkultur) und j\u00fcngere Eisenzeit (La-T\u00e8ne-Kultur).<\/p>\n\n\n\n<p>Erteboelle-Ellerbek-Kultur: j\u00fcngstes Mesolithikum in Nordeuropa, \u00dcbergangszeit zum Neolithikum, ca. 5400-4000 v.Chr.;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F<\/h2>\n\n\n\n<p>Fasces (lat.): Rutenb\u00fcndel, aus dem ein Beil herausragt. Symbol r\u00f6mischer Amtsgewalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fibeln: Gewandspangen, die sowohl f\u00fcr den praktischen Gebrauch (Kn\u00f6pfe fanden noch keine Verwendung), als auch als Schmuck, dienten. Mitunter existieren aufwendig gestaltete Prachtexemplare, die wie heute vielfach vermutet wird auch als eine Art Zunftzeichen getragen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Fortuna (lat.): eine der beliebtesten r\u00f6mischen G\u00f6ttinnen. G\u00f6ttin des gl\u00fccklichen Zufalls, aber auch Schicksalsg\u00f6ttin. Attribute waren Steuerruder und (Doppel-)F\u00fcllhorn.<\/p>\n\n\n\n<p>Forum: Allgemeiner Treffpunkt f\u00fcr polit. und administrative T\u00e4tigkeiten aber auch f\u00fcr Handel und Gerichtsbarkeit. In Rom war das erste Forum das Forum Romanum, das seit dem 6. Jhdt. v.Chr. diesem Zweck diente. Seit Caesar erbauten einige Kaiser eigene Fora, stets mit einem einer bestimmten Gottheit geweihten Tempel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">G<\/h2>\n\n\n\n<p>Geier: siehe Nechbet.<\/p>\n\n\n\n<p>Gladiatoren: In verschiedenen Kampfdisziplinen ausgebildete Schwerbewaffnete, die sich zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Kriegsgefangenen rekrutierten. Begleitet von den Kl\u00e4ngen verschiedener Musikinstrumente fochten die K\u00e4mpferpaare unter Aufsicht von Schiedsrichtern auf Leben und Tod. Der Sieger erhielt einen Palmzweig, manchmal einen Kranz und hohe Geldgeschenke. Die in mehreren K\u00e4mpfen siegreich gebliebenen Gladiatoren standen in hohem Ansehen und wurden als Helden &#8211; mit eigener Fangemeinde &#8211; gefeiert. Man unterscheidet sechs Haupttypen, welche nach der Art der Ausr\u00fcstung benannt wurden. Vgl. hierzu: Samnit, Hoplomachus, Secutor, Thraker, Murmillo, Retiarius.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00f6tter, A) r\u00f6mische: Neben der urspr\u00fcnglichen, weitgehend von den Griechen \u00fcbernommenen G\u00f6tterwelt wurden auch Gottheiten aus den eroberten Gebieten &#8211; verehrt. Die zentrale Welt der traditionellen Gottheiten bestand aus Jupiter, Juno und Minerva (kapitolinische Trias), deren Tempel in jeder r\u00f6mischen Stadt zu finden waren. B) einheimische: die urspr\u00fcnglich in unserem Raum von den Kelten (und z.T. auch schon lange davor, Anm.) verehrten G\u00f6tter &#8211; der wichtigste ist wohl Silvanus &#8211; wurden nach der Eroberung der Provinzen durch die R\u00f6mer mit bereits vorhandenen r\u00f6mischen G\u00f6ttern gleichgesetzt. Allerdings entstanden so eine Art Mischgottheiten, die gro\u00dfteils die vorhandenen Namen behielten, meist jedoch einen lateinischen G\u00f6tternamen als Zusatz bekamen (z.B. Mars Teutates Latobius). Einerseits blieb der Gott den Einheimischen vertraut, andererseits gab es dadurch sehr wohl eine &#8211; wenn auch schleichende &#8211; &#8222;Romanisierung&#8220;. Dieses Ph\u00e4nomen wird vom r\u00f6mischen Schriftsteller Tacitus als &#8222;interpretatio Romana&#8220; bezeichnet und auch eingehend geschildert. C) orientalische: Hier gilt \u00e4hnliches, wie bei den (f\u00fcr unseren Raum) einheimischen G\u00f6ttern. Die R\u00f6mer \u00fcbernahmen die in den besetzten Gebieten vorhandenen Kulte. Durch Legion\u00e4re wurden die kleinasiatischen (Magna Mater, Attis, Kybele, Jupiter Sabazios), syrischen (Jupiter Ammon, Jupiter Dolichenus) und mesopotamischen G\u00f6tter genauso, wie die des alten \u00c4gypten (u.a. neue Kombinationsg\u00f6ttin Isis-Fortuna) bis ins r\u00f6mische Kernland mitgebracht. Unerw\u00e4hnt darf auch keinesfalls der iranische Lichtgott Mithras bleiben. Sein Kult fand ab dem 1. Jhdt. n.Chr. durch Legion\u00e4re und Kaufleute starke Verbreitung. Im 3. Jhdt. wurde der geheimnisvolle Gott bereits in s\u00e4mtlichen Provinzen des r\u00f6mischen Weltreichs verehrt. Ab Constantin I. war das Christentum Staatsreligion und alle anderen nun &#8222;heidnischen&#8220; Kulte verboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gratianus, Flavius: R\u00f6mischer Kaiser von 367-383 n.Chr., Sohn von Valentinianus I., geb. 359 in Sirmium, seit 374 mit Constantia verheiratet, 383 nach der Meuterei einiger Legionen in Lugdunum (Lyon) ermordet. Nicht nur m\u00fcnzgeschichtlich interessant ist, da\u00df G. der letzte Herrscher war, der das Amt des Pontifex Maximus beanspruchte. Er galt als Mann des Ausgleichs, von liberaler Gesinnung, kultiviert und hochgebildet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H<\/h2>\n\n\n\n<p>Hallstattzeit: \u00c4ltere Eisenzeit, in Mitteleuropa, ca. 750-400 v.Chr. Benannt nach dem ober\u00f6sterreichischen Fundort mit bedeutenden Bronzegegenst\u00e4nde von au\u00dfergew\u00f6hnlicher Qualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Harpyien: gefl\u00fcgelte Mischwesen, halb M\u00e4dchen, halb Vogel.<\/p>\n\n\n\n<p>Hathor: \u00e4gyptische Himmelsg\u00f6ttin. Durch die weit verbreitete Vorstellung vom Himmel als riesiger Kuh wurde H. selbst kuhgestaltig interpretiert. Nach altem Mythos soll Hathor den jungen Sonnengott Horus mit ihren H\u00f6rnern zum Himmel emporgehoben haben. Oft ist die G\u00f6ttin auch in Menschengestalt dargestellt, mit Rindergeh\u00f6rn und Sonnenscheibe auf dem Haupt, manchmal auch mit Kuhohren. H. war die G\u00f6ttin des Tanzes, der Musik und der Liebe &#8211; ihr h\u00e4ufigstes Attribut das Sistrum. Hauptkultort war Dendera.<\/p>\n\n\n\n<p>Heiligt\u00fcmer: siehe &#8222;Tempel&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Heka: siehe Krummstab.<\/p>\n\n\n\n<p>Heros (griech.): Halbgott, von einer Gottheit mit einem Sterblichen gezeugt. Durch seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen Taten verg\u00f6ttlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hoplit: schwerbewaffneter Infanterist der griech. Armee. H.&#8217;en gab es seit der archaischen Zeit. Sie bildeten die Phalanx der griechischen Armee und waren deren wichtigstes Element. Die Bewaffnung bestand aus Kurzschwert und Lanze; der K\u00f6rperschutz aus Helm, Brustpanzer, Beinschienen und Schild.<\/p>\n\n\n\n<p>Hoplomachus: Der Hoplomachus war eine Weiterentwicklung des Samniten (s.dort). Seine Ausr\u00fcstung: pr\u00e4chtiger Visierhelm, eine Beinschiene, gro\u00dfer rechteckiger Schild und Kurzschwert.<\/p>\n\n\n\n<p>Horusauge: &#8222;das Heile&#8220;, da das nach dem Raub durch Seth und von Horus zur\u00fcckgebrachte Mondauge von Toth geheilt wurde. Als Organ zur Aufnahme von Licht, Farben und Bildern ist das Auge eines der wichtigsten Symbole im alten \u00c4gypten. Nach mythischer Vorstellung sind Sonne und Mond die Augen des Gottes Horus. Das Horusauge hat die Aufgabe die Feinde des Himmelslichtes zu bek\u00e4mpfen. Als Sinnbild der Kraft des Lichtgottes war es ein beliebtes Amulett. Auszug aus dem Totenbuch (Kap. 42): &#8222;Das Horusauge verleihet das ewige Leben; es besch\u00fctzt mich, auch wenn es sich schlie\u00dft.&#8220; Seit dem Neuen Reich wird der Lotosgott Nefertem \u00f6fters mit dem Horusauge in der Hand dargestellt. Ein symbolischer Hinweis auf das rituelle Opfer an die G\u00f6tter. Nach den g\u00e4ngigsten Opfergaben wurde Nefertem auch &#8222;Herr der Speisen&#8220; genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hypokausten (griech.): Fu\u00dfbodenheizung. Der Fu\u00dfboden ruht auf St\u00fctzen aus runden oder quadratischen vermauerten Ziegelsteinen. In den Hohlr\u00e4umen zirkuliert die heisse Luft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">I<\/h2>\n\n\n\n<p>Ibis: heiliges Tier bei den \u00c4gyptern, galt als eine Inkarnation des Gottes Thot. Sein Hauptkultort war Hermopolis. Das Schriftzeichen in Gestalt eines Ibis bedeutet &#8222;gl\u00e4nzen&#8220; und erscheint in fr\u00fch\u00e4gyptischer Zeit als Metapher f\u00fcr &#8222;Verkl\u00e4rtheit&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Insula: r\u00f6m. Wohnblock innerhalb eines rasterartig angelegten Stra\u00dfensystems.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">J<\/h2>\n\n\n\n<p>Jungsteinzeit (Neolithikum): in Mitteleuropa ca. 5000-2300 v.Chr., charakteristisch ist der Beginn des Se\u00dfhaftwerdens, mit geregeltem Ackerbau und Viehzucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Jupiter: r\u00f6mischer Hauptgott und G\u00f6ttervater, gleichzusetzen mit Zeus bei den Griechen. Sein Kult wurde von den etruskischen K\u00f6nigen in Rom eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K<\/h2>\n\n\n\n<p>Kanneluren: senkrechte, konkave Rillen im Schaft einer S\u00e4ule oder eines Pfeilers.<\/p>\n\n\n\n<p>Karyatiden: St\u00fctzfiguren in Frauengestalt, die anstelle einer tektonischen St\u00fctze das Geb\u00e4lk tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kelten: Sammelbegriff f\u00fcr zahlreiche St\u00e4mme der j\u00fcngeren Eisenzeit in Europa. Herodot und andere Griechen haben diesen Begriff gepr\u00e4gt. Von den R\u00f6mern wurden sie als Gallier bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Kentauren (griech.): Mischwesen. Pferde mit menschlichem Oberk\u00f6rper. Kentauren waren kraftvolle Athleten &#8211; wenn sie zuviel getrunken hatten &#8211; auch mit Hang zur Gewalt\u00e4tigkeit. Sie lebten in St\u00e4mmen, meist in H\u00f6hlen zusammen. Weibliche Kentauren waren eher selten, sie zogen im Schutze der H\u00f6hlen ihre Jungen auf und kamen nur selten ans Tageslicht. Den Kentauren wurde die Gabe zugeschrieben Krankheiten zu heilen. Bekanntester Kentaure ist Chiron. Er war f\u00fcr seine Weisheit ber\u00fchmt und wurde sp\u00e4ter als Bogensch\u00fctze unter die Sternbilder versetzt, er war Lehrer der Helden Herkules, Jason und Achilles. Kentauren sind Nachkommen des Kentauros.<\/p>\n\n\n\n<p>Khnum: widderk\u00f6pfiger \u00e4gyptischer Sch\u00f6pfergott. Seine wichtigste Funktion war die Schaffung aller Lebewesen und G\u00f6tter auf einer T\u00f6pferscheibe. Zusammen mit der Geburtsg\u00f6ttin Heket ist er auch Helfer bei der Entbindung.<\/p>\n\n\n\n<p>Kline: Liege, Speisesofa, aber auch Totenlager<\/p>\n\n\n\n<p>Koilon: vgl. Cavea<\/p>\n\n\n\n<p>Kouros: nackte &#8211; meist im starr archaischen Stil dargestellte nackte J\u00fcnglingsfigur.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">L<\/h2>\n\n\n\n<p>La-T\u00e8ne-Kultur: j\u00fcngere Eisenzeit, benannt nach dem Fundort am Neuenburger See in der Westschweiz, ca. 400-15 v.Chr. endet mit der Eroberung unseres Raumes durch die R\u00f6mer. Bedeutende Errungenschaft: Erfindung der T\u00f6pferscheibe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M<\/h2>\n\n\n\n<p>Maat: die Personifizierung der kosmischen Ordnung bei den \u00c4gyptern. Sie verk\u00f6rpert die allem Sein zugrundeliegende Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit; die Begriffe Recht, Wahrheit und Weltordnung. Dargestellt wird die G\u00f6ttin sitzend, auf dem Kopf eine Strau\u00dfenfeder. Meist befindet sich das Anch-Symbol in ihren H\u00e4nden oder \u00fcber ihrem Knie. Die Richter galten als Priester der Maat. Beim Totengericht wird, nach \u00e4gyptischer Vorstellung, das Herz des Toten auf der Waage der Gerechtigkeit gegen die Feder der Maat (als Symbol der Wahrheit) aufgewogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marcus Aurelius: r\u00f6mischer Kaiser von 161-180 n.Chr., geb. 26. 4. 121, gest. 17 3. 180. M. Aurel stammte ab von einer Senatorenfamilie spanischer Herkunft. Bis 169 teilte er sich die Regierung mit seinem Adoptivbruder L. Verus. Ab 177 regierte er gemeinsam mit seinem Sohn Commodus. Die Regierungszeit des M. Aur. ist durch heftige Abwehrk\u00e4mpfe an den Au\u00dfengrenzen des R\u00f6mischen Reichs &#8211; aber auch Unruhen im Inneren &#8211; gekennzeichnet. 162: Aufstand in Britannien \/ Krieg gegen die Chatten am Limes. 162-66: Krieg gegen die Parther (in der Folge wurde von den heimkehrenden Legion\u00e4ren die Pest eingeschleppt). 166\/67 Markomanneneinf\u00e4lle, daraus resultierend langwierige K\u00e4mpfe gegen die Markomannen und Quaden an der Donaugrenze. Die Ereignisse der Markomannenkriege sind auf der 30 m hohen Reliefs\u00e4ule, der Marc Aurel-S\u00e4ule, in Rom dargestellt. 175: Aufstand in \u00c4gypten, Einfall der Mauren in S\u00fcdspanien. M. Aurel wurde von Herodes Atticus in der Rhetorik unterrichtet, wandte sich aber bereits fr\u00fch der Philosophie zu. Auf den Donaufeldz\u00fcgen schrieb er seine aus Aphorismen und Gespr\u00e4chen mit sich selbst bestehenden &#8222;Selbstbetrachtungen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Medusa (griech.): eine der drei Gorgonen. Das maskenhafte Gesicht der Medusa (Gorgoneion) galt als Unheil abwehrend.<\/p>\n\n\n\n<p>Mesolithikum: s. &#8222;Mittelsteinzeit&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittelsteinzeit (Mesolithikum): 8.000 &#8211; 4.000 v.Chr. Dieser Begriff ist auf Europa beschr\u00e4nkt, kennzeichnet den \u00dcbergang zwischen Pal\u00e4olithikum und Neolithikum und umfa\u00dft eine Reihe von kulturellen Gruppen. Das Mesolitikum endet regional verschieden mit dem Beginn von Ackerbau, Viehzucht und T\u00f6pferei bei den letzten mittelsteinzeitlichen J\u00e4gern, Fischern und Sammlern.<\/p>\n\n\n\n<p>Murmillo: \u00dcber diesen Gladiatorentyp ist nicht viel bekannt. Vermutliche Ausr\u00fcstung: Helm mit einem Fisch anstelle des Helmkamms, keine Beinschienen, gro\u00dfer ovaler Schild, langes, gerades Schwert.<\/p>\n\n\n\n<p>Museion (griech.): urspr\u00fcngl. ein den Musen geweihtes Heiligtum, dann St\u00e4tte, in der K\u00fcnstler und Forscher gemeinsam lebten, um sich in v\u00f6lliger Freiheit ihren Forschungen zu widmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Museum (lat.): siehe Museion.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">N<\/h2>\n\n\n\n<p>Naos (griech.): G\u00f6tterwohnung. Die Cella eines griechischen Tempels bzw. auch allgemein der ganze Bau.<\/p>\n\n\n\n<p>Nekropole: Friedhof, Begr\u00e4bnisst\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Neolithikum: s. &#8222;Jungsteinzeit&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Neptunus: r\u00f6mischer Gott des Wassers, des Meeres, aber auch der Brunnen und Fl\u00fcsse. Etwa 400 v. Chr. wurde er mit dem griechischen Gott Poseidon gleichgesetzt. Ihm zu Ehren feierte man am 23. Juli die Nepunalia &#8211; ein Laubh\u00fcttenfest.<\/p>\n\n\n\n<p>Nereiden: Meeresnymphen. Die 50 T\u00f6chter des Meeresgottes Nereus.<\/p>\n\n\n\n<p>Nymph\u00e4um (griech.): urspr\u00fcngl. Ort, der speziellen Quellgottheiten (Nymphen) geweiht war, sp\u00e4ter Bezeichnung aufwendiger Brunnenanlagen oder Wasserspiele.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">O<\/h2>\n\n\n\n<p>Odeion (griech.): theater\u00e4hnlicher Bau f\u00fcr musikalische Darbietungen und Vortr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p>Omphalos: altgr. &#8222;Nabel&#8220;. Meist aus Stein gebildet, zapfenf\u00f6rmig, hatte vermutlich religi\u00f6se Bedeutung. Am bekanntesten ist der O. von Delphi, der als Mittelpunkt der Erde galt.<\/p>\n\n\n\n<p>Oppidum: Die fr\u00fchst\u00e4dtischen Anlagen im keltischen Raum werden Oppida genannt. Caesar stie\u00df w\u00e4hrend der Eroberung Galliens 58-51 v. Chr. auf befestigte Orte, die er entweder urbs (eine Gro\u00dfstadt) oder oppidum (eine Befestigung oder Stadt) nannte. Der Begriff Oppidum wurde von der Arch\u00e4ologie \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Osiris: bedeutendste Gestalt des \u00e4gypt. Pantheons. Neben seiner Rolle als Jenseitsherrscher ist O. vor allem Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott. In der Ikonographie wird er mit Krummstab und Gei\u00dfel dargestellt. Vom Erdgott Geb erh\u00e4lt O. die Herrschaft \u00fcber das Irdische. Als Herrscher der Unterwelt vertritt O. die Sonne in ihrer n\u00e4chtlichen Form. Aufgrund seiner F\u00e4higkeiten erh\u00e4lt er den Namen Wennofer, d.h. &#8222;Der Vollendete&#8220;. Sein Bruder Seth neidet ihm jedoch das Herrschergl\u00fcck. Er lockt O. in eine Falle und wirft ihn in den Nil. Eine \u00dcberlieferung berichtet von Isis, die dem Toten Lebensluft zuweht, wodurch seine Auferstehung erm\u00f6glicht wird. Hauptkultort war Busiris im Osiris-Delta. Abzuleiten ist die Osirislegende wahrscheinlich vom Mythos des Hirten, der bei der Verteidigung der Herde gegen ein wildes Tier ums Leben kommt, von seiner &#8222;Schwester&#8220; beweint wird und dadurch in der Erde weiterlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Oxyrhynchos-Fisch: Nilhecht, den \u00c4gyptern heiliges Tier. H\u00e4ufig wird er mit Kuhgeh\u00f6rn mit Sonnenscheibe dargestellt. Der Kopfschmuck ist ein Hinweis auf Hathor, mit der der Oxyrhynchos-Fisch verbunden war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">P<\/h2>\n\n\n\n<p>Pal\u00e4olithikum: s. &#8222;Altsteinzeit&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Pal\u00e4stra (griech.): Anlage f\u00fcr sportliche \u00dcbungen, Ringerschule.<\/p>\n\n\n\n<p>Parodos: seitliche Zug\u00e4nge des griechischen Theaters zwischen B\u00fchne und Zuschauersitzpl\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Peripteros (griech.): Tempelform, deren Cella ringsum von einer S\u00e4ulenhalle umgeben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Peristylhaus: Haus, dessen nicht \u00fcberdachter Innenhof von S\u00e4ulen umgeben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Polis (griech.): Stadt oder Stadtstaat. Politische und religi\u00f6se Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Polos (griech.): zylindrischer Kopfschmuck von G\u00f6ttinnen und Priesterinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pontifex: r\u00f6m. Priester. Der Rat der P. bildete das wichtigste Kollegium Roms und nahm im Staatskult eine zentrale Stellung ein. Sie hatten die Aufsicht \u00fcber die anderen Priesterkollegien, und waren f\u00fcr Riten, Opfer, Grabkult, Spenden und \u00e4hnliches zust\u00e4ndig. Das Kollegium der P. bestand urspr\u00fcnglich aus 3, am Ende der Republik aus 16 Mitgliedern. Die P. erstellten Gutachten in allen sakralen Angelegenheiten, um dem Auftraggeber das Wohlwollen der G\u00f6tter zu sichern. Sie vermochten dadurch massiven Einflu\u00df auf die Politik zu nehmen. Ihr Vorsteher war der Ponitfex Maximus (s. dort).<\/p>\n\n\n\n<p>Pontifex Maximus: Oberpriester. Der P. Maximus wurde urspr\u00fcnglich von den Mitgliedern des Kollegiums gew\u00e4hlt, ab der sp\u00e4ten Republik dann von 17 r\u00f6mischen B\u00fcrgern, die durch das Los bestimmt wurden. Er war Vorsitzender des Kollegiums, Herr \u00fcber alle Priester und f\u00fcr die Staatsreligion verantwortlich. Er hatte sein Amt auf Lebenszeit inne. Ihm oblag obendrein das \u00dcberwachen des Kalenders und das Festsetzen der Schalttage sowie die Aufsicht \u00fcber die Vestalinnen. Nach dem Tode von Lepidus (s. dort) war automatisch der regierende r\u00f6mische Kaiser P. Maximus (bis zu Kaiser Gratianus).<\/p>\n\n\n\n<p>Poppaea, Sabina: seit 62 n. Chr. Gattin des Nero, davor mit dem sp\u00e4teren Kaiser Otho verheiratet. Im Jahre 65 wurde sie von Nero in einem Anfall von Wahnsinn erschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Porticus (lat.; bei den Griechen &#8222;stoa&#8220;): einseitig ge\u00f6ffnete Halle mit S\u00e4ulen, sie konnte sowohl langgestreckt, halbkreisf\u00f6rmig, getrennt zweiteilig, als auch dreiteilig oder vierteilig um einen Innenhof angelegt sein. Der Vorteil dieser Einrichtung war, sie bot Schutz vor greller Sonne, bei trotzdem gleichzeitiger Aufhellung durch Licht. Verwendung sowohl in \u00f6ffentlichen Bauten als auch in Privath\u00e4usern.<\/p>\n\n\n\n<p>Poseidon: griechischer Gott des Meeres und aller Gew\u00e4sser, Schutzgott der Fischerei. P. war der Herr der Erdentiefe und wohnte auf dem Meeresgrund. Mit seinem Dreizack l\u00f6ste er Erdbeben und St\u00fcrme aus. Seine r\u00f6mische Entsprechung ist Neptunus.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4torianer (lat.): kaiserliche Leibwache. Augustus schuf 27 v. Chr. eine eigene Schutztruppe aus 9 Cohorten (jeweils 500 Mann, ab Sept. Severus wurde jede Cohorte auf 1000 Mann aufgestockt). Die P. wurden von zwei Pr\u00e4fekten befehligt, wobei jede Cohorte unter dem Kommando von einem erfahrenen Tribun stand. Der Dienst bei dieser Elitetruppe bot gro\u00dfe Vorteile, wie hohen Sold und k\u00fcrzere Dienstzeiten. Constantin d. Gro\u00dfe l\u00f6ste 313 n.Chr. die P. auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Ptah: \u00c4gyptischer Stadtgott. Gemeinsam mit Sachmet und dem Kindgott Nefertem bildete er die g\u00f6ttliche Familie von Memphis. \u00c4hnlich wie Khnum schuf er die Menschen auf einer T\u00f6pferscheibe. Als eine der wenigen Ausnahmen unter den \u00e4gypt. G\u00f6ttern ist er auf eine menschliche Erscheinungsform festgelegt, die kaum ikonographische Variationen aufweist. Er war einer Mumie \u00e4hnlich in ein enges Gewand geh\u00fcllt, der Kopf ist von einer eng anliegenden Kappe bedeckt. Die vor der K\u00f6rpermitte befindlichen H\u00e4nde halten ein Was-Szepter.<\/p>\n\n\n\n<p>Punier: Bezeichnung der R\u00f6mer f\u00fcr die ph\u00f6nizischen Karthager.<\/p>\n\n\n\n<p>Punische Kriege: die drei Kriege zw. den Gro\u00dfm\u00e4chten Rom und Karthago. Entstanden durch den massiven Interessenskonflikt Die gef\u00fchrten Kriege waren von beiden Seiten planm\u00e4\u00dfig vorbereitete Eroberungskriege. 1. Krieg: 264-241 v.Chr. Er endete mit der Eroberung Korsikas, Sardiniens und Siziliens durch die R\u00f6mer. Die Karthager hatten hohe Kontributionen zu bezahlen. 2. Krieg: 218-201 v.Chr., nun verlor Karthago auch noch Spanien &#8211; und Rom beherrschte das ganze westliche Mittelmeer. 3. Krieg: 149-146 v.Chr. endete mit der v\u00f6lligen Zerst\u00f6rung Karthagos, der Versklavung der Bewohner und mit der Gr\u00fcndung der r\u00f6mischen Provinz Africa.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Q<\/h2>\n\n\n\n<p>Quadrans: r\u00f6mische M\u00fcnzw\u00e4hrung, Kupfer, entsprach 1\/4 As (s. dort)<\/p>\n\n\n\n<p>Quadrifrons (lat.): siehe Tetrapylon.<\/p>\n\n\n\n<p>Quinar: Halbdenar. Silberpr\u00e4gung, entsprach 2 Sesterzen. Es gab auch den sehr seltenen Goldquinar (Halbaureus) zu 12 1\/2 Denaren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">R<\/h2>\n\n\n\n<p>Re: \u00e4gyptischer Sonnengott. Seine Hauptkultst\u00e4tte befand sich in On (Heliopolis = Sonnenstadt). Er verband sich mit Horakte und \u00fcbernahm von ihm zu seiner menschlichen Gestalt den Falkenkopf. Seit der 4. Dynastie bezeichnen sich die \u00e4gyptischen K\u00f6nige als &#8222;Sohn des Re&#8220;. Als ab dem Mittleren Reich Amun an die Spitze des \u00e4gypt. Pantheons trat, wurde Re &#8211; um nicht verdr\u00e4ngt zu werden &#8211; kurzerhand mit ihm fusioniert. In Amun-Re verschmelzen die beiden G\u00f6ttergestalten. Als Lenker der Welt \u00fcberquert der Gott in seiner Sonnenbarke den Himmelsozean, ihm zur Seite die G\u00f6tter Thot und seine Tochter Maat.<\/p>\n\n\n\n<p>Retiarius: Der wendige (weil kaum gepanzerte) Retiarier sch\u00fctzte seinen K\u00f6rper nur durch einen Armpanzer mit festem Schulterschild, hinter dem er bei einem Hieb des Gegners den Kopf verbergen konnte. Seine Angriffswaffen waren das Wurfnetz, der Dreizack und ein langer Dolch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">S<\/h2>\n\n\n\n<p>Samnit: Gladiator mit reichverzierter R\u00fcstung bestehend aus offenem Helm mit Wangenklappen, Busch und Federn, einer Brustplatte aus Metall, Panzerhandschuh am Schwertarm, einer oder zwei Beinschienen und einem gro\u00dfen, ovalen oder rechteckigen Schild. Seine Angriffswaffe war in den meisten F\u00e4llen das gerade Schwert, gelegentlich auch die Lanze. Zu Beginn der Kaiserzeit verschwand der Samnit aus den Arenen. Sein Nachfolger wurde der noch pr\u00e4chtigere Hoplomachus.<\/p>\n\n\n\n<p>SC: Senatus Consulto, &#8222;auf Senatsbeschlu\u00df&#8220;. Seit Augustus bis weit in die mittlere Kaiserzeit hinein, ist auf den stadtr\u00f6mischen Pr\u00e4gungen in unedlen Metallen stets ein SC vermerkt. Dies besagt, da\u00df die M\u00fcnzen aufgrund einer Verordnung mit Zustimmung des Senats gepr\u00e4gt wurden, welche Augustus sich durch einen entsprechenden Beschlu\u00df, ein senatus consultum, best\u00e4tigen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Scaenae frons: die Fassade des B\u00fchnenhauses im r\u00f6mischen Theater.<\/p>\n\n\n\n<p>Secutor: Der Secutor war ein auf den Kampf mit dem Retiarier spezialisierter Hoplomachus. Um dem Netz seines Gegners aber keine unn\u00f6tigen Angriffspunkte zu bieten, trug er &#8211; anders als der gew\u00f6hnliche Hoplomachus &#8211; einen enganliegenden glatten Helm. Vgl. auch &#8222;Gladiatoren&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Selket: \u00e4gyptische Schutzg\u00f6ttin. Ihr Symboltier ist der Skorpion, der schon in fr\u00fcher Zeit als unheilabwehrendes Tier verehrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Semis: r\u00f6m. W\u00e4hrungseinheit, Messing\/Kupfer, entsprach 2 Quadrans (s. dort)<\/p>\n\n\n\n<p>Sesterz: Messingpr\u00e4gung, entsprach 4 Asse (s. dort)<\/p>\n\n\n\n<p>Sistrum: \u00e4gyptisches Rasselinstrument, u.a. auch Attribut der Hathor.<\/p>\n\n\n\n<p>Skarab\u00e4us: g\u00e4ngigstes \u00e4gyptisches Symbol des Sonnengottes. In Form eines Mistk\u00e4fers oder Pillendrehers, welche aufgegriffen wurde<\/p>\n\n\n\n<p>Skorpion, \u00e4gypt.: siehe Selket.<\/p>\n\n\n\n<p>SPQR: Abk\u00fcrzung f\u00fcr lat. &#8222;Senatus Populusque Romanus&#8220; (Senat und r\u00f6misches Volk). H\u00e4ufig vorkommendes Signum, vorwiegend auf r\u00f6mischen M\u00fcnzen, Feldzeichen, Denkm\u00e4lern und Amtsgeb\u00e4uden. Es symbolisiert republikanisches Staatsbewu\u00dftsein, welches in dieser Formel die Aufteilung Regierungsgewalt zwischen Senat und dem gesamten r\u00f6mischen Volk dokumentieren sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Stele (griech.): geschm\u00fcckte schmale, rechteckige Steinplatte; Grabstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Stier: 1.) \u00e4gypt., siehe Apis. 2.) mesopot., In den Tempelbezirken der G\u00f6tter und G\u00f6ttinnen Mesopotamiens wurden Anfang des 20. Jahrhunderts bei gro\u00df angelegten Ausgrabungen zahlreiche &#8211; vorwiegende kauernde &#8211; Stierdarstellungen gefunden. Mit gro\u00dfer Meisterschaft und scharfer Beobachtungsgabe hatten sumerische Handwerker diese Kunstwerke als Weihegaben gestaltet. Sie sollten neben dem lebenden Opfer eines Schafes oder einer Ziege als symbolisches, die Zeit \u00fcberdauerndes Geschenk, die Gottheit erfreuen und sie dem Menschen gn\u00e4dig stimmen. Als Material benutzte man vor allem Marmor und Kalkstein, die durch farbige Einlagen einen zus\u00e4tzlichen Reiz erhielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Stoa (griech.): siehe Porticus.<\/p>\n\n\n\n<p>Streitaxt-Kultur: neolithische Phase in Schweden\/Norwegen, ca. 2800-2300 v.Chr.;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">T<\/h2>\n\n\n\n<p>Tabula ansata (lat.): rechteckige Inschrifttafel mit dreieckigen, mittig an beiden Schmalseiten ansetzenden Ausbuchtungen (Ohren).<\/p>\n\n\n\n<p>Temenos (griech.): umgrenzter Bezirk eines Heiligtums.<\/p>\n\n\n\n<p>Terra Sigillata: moderner Sammelbegriff f\u00fcr ein feines rotgl\u00e4nzendes Geschirr der R\u00f6mischen Kaiserzeit, vielfach mit herrlichen Reliefszenen der Mythologie, aber auch mit Cirkusszenen oder einfachen Pflanzenornamenten. Die Sigillata wird zuweilen als Luxusgeschirr bezeichnet, aber auch als das &#8222;Porzellan&#8220; der R\u00f6mer. Da auch Geschirr als kunsthandwerkliches Erzeugnis der Mode unterworfen war, sich also im Laufe der Zeit in Form und Dekor ver\u00e4nderte, l\u00e4\u00dft sich die Reliefsigillata sehr exakt datieren. Zahlreiche Hersteller sind durch eingestempelte T\u00f6pfermarken namentlich bekannt. Keine andere Keramikgattung der Antike hat jemals eine derartig weite Verbreitung erfahren. Terra Sigillata ist ein moderner Name. In r\u00f6mischer Zeit heisst diese Keramik \u00fcbrigens Vas arretinum (Mehrzahl: Vasa arretina), nach einer der ersten Manufakturen (heutiges Arezzo in der Toscana) oder Vas Samium (Vasa Samia); dies bezieht sich auf die gl\u00e4nzenden T\u00f6pferwaren von der \u00c4g\u00e4isinsel Samos.<\/p>\n\n\n\n<p>Tetrapylon (griech.): vierseitiger Torbau mit Durchgang auf jeder Seite, bei den R\u00f6mern Quadrifrons.<\/p>\n\n\n\n<p>Tetrarchie: Viererherrschaft. Diocletianus ernannte im Jahre 286 n.Chr. seinen Freund und f\u00e4higen Kampfgef\u00e4hrten Maximianus zum Mitregenten. Um das riesige Reich in dieser unsicheren Zeit besser verwalten zu k\u00f6nnen, entschlo\u00df sich Diocletian dann im Jahre 293, noch zus\u00e4tzlich zwei Mitkaiser zu ernennen, Constantius (I.) und Galerius, wobei Diocletianus und Maximianus die Seniorkaiser blieben. Beide Unterkaiser wurden adoptiert, erhielten nach 20 Jahren das Erbrecht und heirateten die T\u00f6chter der Seniorkaiser.<\/p>\n\n\n\n<p>Theater, szenisches: auf halbkreisf\u00f6rmigem Grundri\u00df, zur Auff\u00fchrung von B\u00fchnenst\u00fccken. Allerdings handelte es sich in der R\u00f6mischen Kaiserzeit bei der Mehrzahl dieser Auff\u00fchrungen nicht &#8211; wie gemeinhin angenommen &#8211; um anspruchsvolle Trag\u00f6dien oder Kom\u00f6dien im Stile der klassischen Griechen. Gefragt waren vielmehr derbe Inszenierungen, die an Klamauk, Anz\u00fcglichkeiten und unanst\u00e4ndigen Witzen nicht sparten. In der Regel waren diese Auff\u00fchrungen f\u00fcr das Publikum kostenlos. Die Finanzierung \u00fcbernahmen reiche Privatleute und politische W\u00fcrdentr\u00e4ger. Hier spielten selbstverst\u00e4ndlich massive politische \u00dcberlegungen eine wichtige Rolle. Als Gegenst\u00fcck dazu vgl. &#8222;Amphitheater&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Thermen: Die B\u00e4der. Sie geh\u00f6rten entweder den st\u00e4dtischen Beh\u00f6rden oder Privaten. In den gro\u00dfen St\u00e4dten gab es luxuri\u00f6se Thermen &#8211; die neben den eigentlichen Bades\u00e4len \u00fcber Spiel- und Sportanlagen verf\u00fcgten. Manche waren auch mit Vortragsr\u00e4umen und Bibliotheken mit Leses\u00e4len ausgestattet.<\/p>\n\n\n\n<p>Tholos: Rundbau mit meist sakraler Funktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Thot: Schreibergott. Siehe Ibis.<\/p>\n\n\n\n<p>Thraker: (1) Gladiator mit urspr\u00fcnglich einfachem offenen Helm mit Wangenklappen, der allerdings im Laufe der Zeit immer pr\u00e4chtiger wurde. Charakteristisch f\u00fcr den Thraker sind der kleine runde Schild, die beiden Beinschienen und das kurze gebogene Schwert. Gelegentlich k\u00e4mpfte er aber auch mit der Lanze; (2) Volksgruppe, die auf dem Gebiet des heutigen Bulgarien und Rum\u00e4nien lebte (Heimat des Ares und Dionysos sowie Ursprungsland vieler Sagen und Kulte). Die wichtigsten Daten \u00fcber die Thraker hat Herodot geliefert. Die zahlreichen thrakischen St\u00e4mme waren nie geeint. Anfang des 5. Jhdts. v.Chr. stand das Gebiet kurzfristig unter persischer Herrschaft (Dareios I.). Teile T.s wurden im 4. Jhdt. v.Chr. unter Philipp II. erobert und an Makedonien angeschlossen. Der Untergang der thrakischen Kultur war die Folge der Kelteninvasion zu Beginn des 3. Jhdt.&#8217;s v.Chr. Im Jahre 46 n.Chr. wurde Thrakien von den R\u00f6mern annektiert. Der wohl bekannteste Thraker war Spartacus, der den gro\u00dfen r\u00f6mischen Sklavenaufstand 73-71 v.Chr.befehligte.<\/p>\n\n\n\n<p>Trichterbecherkultur: fr\u00fcheste neolithische Epoche in Nordeuropa von 4300-3000 vor Christus. Benannt nach der typischen Form der Gef\u00e4\u00dfe. Aus dieser Zeit stammen auch die sogenannten &#8222;Gro\u00dfsteingr\u00e4ber&#8220;. Man unterscheidet \u00e4ltere T.-kultur (Dolmen-Zeit) und j\u00fcngere T.-kultur (Ganggrab-Zeit). Verbreitungsgebiet: gesamtes Norddeutschland, D\u00e4nemark und die Nordteile von Polen. Da sich diese Kulturgruppe eigenst\u00e4ndig in Skandinavien entwickelte und erst sp\u00e4ter gewandert ist, sind die fr\u00fchesten Datierungen f\u00fcr D\u00e4nemark anzusetzen. \u00c4lter innerhalb des Neolithikums ist lediglich die Bandkeramikkultur. Dies trifft aber nur f\u00fcr die Gebiete Sachsen, Th\u00fcringen bis nach Ungarn zu. Vgl. Jungsteinzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Triclinium: Speisezimmer mit drei Speisesofas, die rechtwinkelig zueinander standen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tumulus: Grabh\u00fcgel mit kreisf\u00f6rmigem Grundri\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Tyche (griech.): Name f\u00fcr die Stadtg\u00f6ttin m. Mauerkrone, ansonsten \u00e4hnliche Funktion wie die r\u00f6m. Fortuna (s.d.).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">U<\/h2>\n\n\n\n<p>Uas-Szepter: \u00e4gyptisches Symbol f\u00fcr Gl\u00fcck und Gesundheit. Ein unten gegabelter Stock mit einem hunde- oder fuchs\u00e4hnlichen Kopf eines Schutzd\u00e4mons am oberen Ende. Mit Band und Feder geschm\u00fcckt war dieses Szepter unter dem Namen Uaset das Zeichen des thebanischen Gaues.<\/p>\n\n\n\n<p>Udjat-Auge: siehe Horus-Auge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">V<\/h2>\n\n\n\n<p>villa rustica: landwirtschaftlicher Gutsbetrieb, in der Regel von einer Umfassungsmauer umgeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Vindobona: r\u00f6misches Legionslager mit Zivilstadt, heutiges Wien. Erw\u00e4hnt durch den Astronomen Ptolemaios (ca. 90-168 n. Chr.), in der Peutingerschen Tafel (siehe Tabula Peutingeriana), im Itinerarium Antonini, in der Notitia Dignitatum und bei Jordanes (um 550 n.Chr.). Im 16. Jh. erste r\u00f6m. Funde, v. a. Grabsteine und Baureste. Erforschung des Legionslagers ab 1870, die Forschungssituation ist durch mittelalterliche und neuzeitl. Verbauung erschwert, fl\u00e4chige Grabungen sind unm\u00f6glich, meist nur Einzelbeobachtungen bei Bauarbeiten. Der Name V. kommt aus dem Keltischen und bedeutet: &#8222;Wei\u00dfe Erde bzw. Wei\u00dfer Grund&#8220;. Keltische Vorg\u00e4ngersiedlungen sind auf Bisamberg und Leopoldsberg nachgewiesen. Das Kastell wurde um 100 n. Chr. im Bereich des 1. Bezirks an einem Nebenarm der Donau in Steinbauweise mit einem unregelm\u00e4\u00dfigen, dem Gel\u00e4nde angepa\u00dften Grundri\u00df und einer Fl\u00e4che von ca. 18,5 ha errichtet und war Standort der 10. Legion. Sichtbare r\u00f6m. \u00dcberreste sind ein St\u00fcck des Hauptkanals an der Lagermauer in der Feuerwehrzentrale Am Hof, Teile von Offiziersh\u00e4usern am Hohen Markt und Geb\u00e4udereste am Michaelerplatz. Im 3. Bezirk lagen die Zivilsiedlung und m\u00f6glicherweise ein Hilfstruppenkastell. In der Sp\u00e4tantike war V. Sitz des Legionskommandanten der 10. Legion und eines Flottenkommandanten der von Carnuntum nach V. verlegten Einheiten. Funde im Historischen Museum der Stadt Wien, in den Bezirksmuseen und zahlreichen Privatsammlungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Virunum: Hauptstadt der r\u00f6mischen Provinz Noricum, heute auf halbem Wege von Klagenfurt nach St. Veit a.d.Glan gelegen. Um 50 n.Chr. im Zentrum des Zollfelds als &#8222;municipium Claudium Virunum&#8220; von den R\u00f6mern planm\u00e4\u00dfig angelegt. Als Nachfolgesiedlung der Stadt auf dem Magdalensberg, die fast zeitgleich aufgegeben wurde. Der eigentliche Standort v. V. konnte allerdings erst im 19. Jhdt. wiedergefunden werden, das Ruinengel\u00e4nde wurde bis dahin als die sagenumwobene &#8222;versunkene Stadt Sala&#8220; bezeichnet. Nach der Gr\u00fcndung von Virunum erlebte die Provinz f\u00fcr 200 Jahre Frieden. Nach der Teilung von Noricum unter Diocletian wurde V. die Hauptstadt von Noricum mediterraneum. Im 5. Jh. setzte der Verfall ein, Ende des 6. Jhdts. wurde Virunum von den Awaren und Slawen endg\u00fcltig zerst\u00f6rt. Dominicus Prunner von Sonnenfeld f\u00fchrte erstmals im 17. Jh. Ausgrabungen auf dem rd. 1 km2 gro\u00dfen Gebiet durch; von ihm wurde auch das sogenannte Prunner-Kreuz &#8211; ein aus r\u00f6mischen Architekturteilen bestehendes Andachtskreuz &#8211; errichtet, das heute als Wahrzeichen inmitten des ehemaligen Stadtgebiets von Virunum emporragt. Ende des 19. Jh. begannen gro\u00dfangelegte wissenschaftliche Grabungen. Es wurden freigelegt: das Forum mit dem Kapitol, ein Wohnbezirk, eine Tempelanlage f\u00fcr Jupiter Dolichenus, das einzige B\u00fchnentheater \u00d6sterreichs, der sog. B\u00e4derbezirk m. Skulpturen des &#8222;Meisters von Virunum&#8220; (um 140 n.Chr.), ca. 400 Inschriftsteine. Kirchenreste auf dem Grazerkogel und 2 Pilasterkapitelle (im Prunner-Kreuz) zeugen von Virunum als fr\u00fchchristl. Bischofsstadt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">X<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Y<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Z<\/h2>\n\n\n\n<p>Zeus: G\u00f6ttervater der Griechen, gleichzusetzen dem r\u00f6mischen Jupiter.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A Abschlag: Von einem sogenannten Kern, d.h. einem unbearbeiteten Stein (z.B. 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